Christian Azzouni
Irreparabel
White gloves as symbol of resistance
Reflecting Racism
Hanging Feelings
Falten über Falten
über Falten über ...




Begonnen habe ich diese Arbeit in Jahr 2022 mit Beginn auf die Schwarz-Weiß Emulsion und im Zusammenhang mit meiner Bachelorarbeit „Du.. Du.. … Tier“. In dieser Arbeit habe ich begonnen und zumindest Anlehnungen gegeben, inwiefern Rassismus mit Tieren eine Rolle gespielt hat. (Azzouni 2023, S. 39ff) In weiterer Folge hat sich die Arbeit in Reflecting Racism weiterentwickelt und in Zeichnung sich breiter aufgestellt. Da diese Arbeit den Grundstein des Figurigramms bilden, und einen Teil meiner eigenen Wahrnehmung und dadurch meiner subjektiven Wirklichkeit umfassen, nimmt Reflecting Racism dabei einen besonderen Teil ein, welche die rassistisch konnotierten personenbezogenen Tierbezeichnungen aufgreifen, die eine Wirklichkeit meiner eigenen Wahrnehmung beschreiben. Unterstützt mit Recherchen, greifbaren Symboliken und tierliche Wesen, welche humanistischen Charakter aufweisen, fasse ich eine Bildsprache im Figurigramm zusammen, die einerseits die gegebenen chemischen Reaktionen im lichtsensiblen Farbnegativpapier untersucht, und zum anderen auf konzeptioneller Ebene die partielle physisch-chemische Reaktion des sensitiven Materials. Dahingehend beschreibe ich die Arbeit und den Zusammenhang mit dem Figurigramm.


Im Zentrum dieser Arbeit stehen Tiere mit verschiedenen Attributen unterschiedlicher Tiergruppen. Aufgenommen von der Idee „Hund, Affe & Esel“ (Azzouni 2023, S. 40) habe ich die Tiere nun erweitert in Hund, Affe, Esel, Kamel, Schwein, Schimpanse, Pferd, und jene oft vierbeinigen Tiere, die diesen sehr nahekommen. Dabei war für mich nicht mehr im Zentrum, welches Tier nun genau genannt wird, sondern das Ziel war ein breites Repertoire an tierischen Attributen zu erstellen, die in diesem rassistischen Rahmen aufgekommen sind oder in meiner Recherche einen Anhaltspunkt gefunden haben. Im malerischen Prozess sind jene Tiere Mischwesen aus den vorangegangen  genannten Tieren. Dabei wird die Frage an die Betrachter:in erzeugt und erfragt, welches Tier nun für jene sichtbar erscheint. Oft nehmen diese Tiere schon engere Züge im Gesicht an, welche näher zum Hund oder jene die mehr zum Affen andeuten. In weiterer Folge verhalten sich diese Tiere nicht wie jene, die wir aus der Natur oder aus unserer Perspektive kennen. Diese nehmen eine hu anistische Rolle ein, indem Sie vermenschlichte Aktionen ausführen zum Beispiel wie ein Mensch auf dem Sessel sitzen, oder miteinander in den Dialog treten. Manche dieser Tiere tragen mittlerweile Kleidung und heben sich gegenüber den anderen Tieren ohne Kleidung ab. Dies unterscheidet sich oft in dem unterschiedlichen Auftrag der Chemie auf dem Papier, indem jene privilegierten Tiere detaillierter gemalt werden, als jene die weniger privilegiert erscheinen. Dies entstand im Prozess der noch sehr flüssigen Chemie bis zur hochviskosen Chemikalie und spiegelt für mich die kapitalistische Systematik wider. In diesem Zusammenhang versuche ich diese Tierwelt bildlich aufzubereiten und die eigene hierarchische gesellschaftlich kapitalistische Ordnung in diesen Bildern aufzuarbeiten. Dabei möchte ich diese Machtstrukturen thematisieren, in denen sich oft marginalisiert benachteiligte Personen wiederfinden. Gleichzeitig verkörpert es auch den mystischen Gedanken aus einer rassistischen Perspektive heraus.


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I just don’t know how, oilpastel on paper, 240 x 150 cm

Animal on a chair, colored wood pencil on paper, 42 x 59,4 cm 

Holding together, oilpastel on paper, 24 x 50 cm

The blue bag follow me, oilpastel on paper, 24 x 50 cm

Artist & the curator refering to the exhibition “Die Pfeile des wilden Apollos”, pencil, 15 x 20 cm 

Hold the breath and relax, chill, its okay, oilpastels, 42 x 59,4 cm  

Draw me like one of your animals, colored pencil, 24 x 50 cm  

Skizze zu Tiere aus Messias II, pencil, 15 x 20 cm